Häufige Fragen

Wir möchten an dieser Stelle auf häufige Fragen an uns Imker eingehen. Ihre Frage ist noch nicht beantwortet? Schreiben Sie uns bitte ! kontakt@golden-bees.de

  1. Warum kristallisiert mancher Honig schneller, wie ein anderer? 
    Alle Honige sind nach der Schleudern flüssig und beginnt früher oder später zu kristallisieren.
    Wenn ein Honig zu kristallisieren beginnt, dann liegt es meist an einer speziellen Zuckerart des Nektars, dem Traubenzucker oder auch Glukose genannt.
    Es spielt hierbei das Verhältnis des im Nektar natürlich vorkommenden Zuckerspektrums zum Wasseranteil eine große Rolle. Die "Zuckerkristalle" des Traubenzuckers verbinden sich nach dem Honigschleudern miteinander. Aus anfangs sehr kleinen Kristallen entstehen größere und gröbere Zuckerkristalle, die man deutlich auf der Zunge als solche wahrnimmt. Diese verdrängen das im Honig vorkommende Wasser - der Honig kristallisiert und wird fest. 
    Vor allem Frühjahrshonige enthalten relativ viel Glukose und neigen so dazu schneller zu kristallisieren und fest zu werden.  Dies ist jedoch ein Zeichen der Naturbelassenheit. 
    Je mehr Fruchtzucker, Fruktose, ein Honig enthält, je weniger schnell wird dieser kristallisieren, denn Fruktose kristallisiert nicht. Dies ist meist bei den Sommerhonigen der Fall.
     
  2. Wie entsteht cremiger Honig?
    Im ersten Punkt haben wir ganz grob erklärt, wie es zur Kristallisation kommt. Genau dies nutzen wir aus, nur rechtzeitig!
    Wir lassen es nicht zur unkontrollierten, groben Kristallisation kommen.

    Noch bevor die groben Kristalle entstehen, rühren wir den Honig über mehrere Tage hinweg mit einer speziellen Edelstahlrührmaschine. Die Bewegung des Honigs durch das mechanische Rühren, sorgt dafür, dass die Zuckerkristalle  "zerschlagen" werden, klein bleiben, gut verteilt werden und sich abschleifen. Die winzigen Kristalle heften sich zur sehr kleinen Verbünden aneinander.  Der Honig kristallisiert nicht mehr aus. Stattdessen wurde er Honig zartcremig - die einzelnen Kristalle sind im Besten Fall mit der Zunge nicht spürbar. Honige, wie der Sommerhonig, die spät den Vorgang der natürlichen Kristallisation beginnen, werden mit einer kleinen Menge bereits feincremig gerührtem Honig vermischt. So ist eine Startkultur an kleinen und feinen Kristallen vorhanden, die die Kristallisation beginnen lassen.

  3. Warum ist cremiger Honig heller, als ein dunkler flüssiger Sommerhonig? 

     

    Flüssiger Honig erscheint dunkler als der selbe Honig in cremigem Zustand.
    Dies hängt damit zusammen, dass die kleinen Kristalle des cremigen Honigs das Licht reflektieren. Dadurch erscheint dieser Honig heller, als die flüssige Variante. Außerdem ändert sich durch die feinkristalline Zuckerstruktur die Geschmackswahrnehmung. So kann derselbe Honig nur durch seine unterschiedliche Textur und Konsistenz anders schmecken.

     

     

  4. Wie lagere ich meinen Honig am Besten?
    Honig sollte am Besten kühl, unter 17 Grad, lichtgeschützt und trocken gelagert werden. 

  5. Mein flüssiger Honig wurde fest. Kann ich noch etwas tun? 
    Jeder Honig kristallisiert je nach der Zuckerart des jeweiligen Nektars früher oder später. Sie können den Honig wieder verflüssigen, indem Sie ihn vorsichtig und langsam in einem Wasserbad bei maximal 35°Celsius erwärmen.